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Dienstag, 26. März 2013

Klausurphase + Slam-Zeit


So oder so ähnlich siehts bei mir momentan die meiste Zeit aus, inzwischen ist aber ein Ende in Sicht und ab Donnerstag bin ich wieder frei.

Das wird auch gefeiert und hier hab ich noch einen kleinen Tipp für alle aus dem Königreich Bayern: Der Poetry Slam in Omas Punkrock-Wohnzimmer im Hirsch von und zu Lindenberg (bei Buchloe im schönen Allgäu) findet am Freitag, den 29.03.13 wieder einmal statt. Moderator wird wie immer der wundervolle, einzigartige Bo Wimmer aus Marburg sein, der die Meute durch den Abend schaukeln wird.

Zur Einstimmung hab ich noch ein etwas älteres Video ausgepackt vom Open Air-Slam 2009 mit musikalischer Untermalung von Der Tante Renate, bei dem man sich ein ganz authentisches Bild von der Lieblingskneipe machen kann.



Im Video stehe ich übrigens auch ab und zu auf der Bühne rum (siehe pinke Haare), zu der Zeit habe ich ab und an als Co-Moderatorin auf Hirsch-Slams ausgeholfen. 

Wer nicht kommt verpasst was! Und habt ihr eigene Lieblings-Slammer? Und wo ist euer Stamm-Slam?

Donnerstag, 22. November 2012

Punk Cabaret Is Freedom!

Unglaublich, dass es dieser Blog so lange geschafft hat, ohne in Kontakt mit Amanda Palmer gekommen zu sein. Grundsätzlich bleibt selten jemand in meinem näheren Bekanntenkreis lange vom Thema verschont. Und ja, ein wenig verliebt bin ich in diese Frau, schließlich hab ich sie mir vor einigen Jahren sogar unter die Haut verewigen lassen. Und bereue es kein Stück.

2004 während meines Taiwan-Aufenthalts hatte ich das erste Mal das Vergnügen mit den Dresden Dolls, die sich aus Amanda Palmer und Brian Viglione zusammensetzten.




Mein erstes Konzert folgte etwa zwei Jahre später und war der ausschlaggebende Grund, dass ich vom occasional listener zum Herzblut-Anhänger wurde. Als durchaus regelmäßiger Konzertbesucher habe ich noch nie eine Band mit so viel Energie und Begeisterung auf der Bühne erleben dürfen. Damals waren die Dolls noch eine etwas trashige, schräge Kombo mit dem geschminkten Drummer und der bestrapsten Sängerin / Pianistin mit aufgemalten Augenbrauen, die zusammen auf der Bühne gern geschrien und getobt haben.

Später folgten Studioalben wie "Yes, Virginia... " und "No, Virginia... ", bis es etwa 2008 zu einer vorerst als vorübergehend Titulierten musikalischen Trennung zwischen Amanda und Brian kam, die Amanda dazu nutzte, auf eigenen Beinen zu stehen und an einem Soloalbum zu arbeiten.

Es folgt das Album und der zugehörige Fotobildband "Who Killed Amanda Palmer". Wohl zu der Zeit lernt sie ihren jetzigen Ehemann, den Autor Neil Gaiman (Coraline, American Gods, Sandman) kennen, der Texte für den Bildband verfasst. Besonders erwähnenswert ist wohl die Nähe, mit der Amanda ihren Fans begegnet. So sucht sie sich grundsätzlich Schlafgelegenheiten bei Fans in Nähe von Konzertlocations und lässt sich gerne gegen Backstage-Pässe bekochen (und mag Kartoffelsalat, wie ich feststellen durfte! :)). Auch via Twitter, ihrer Homepage, MySpace und sonstigen Kanälen bloggt und zwitschert sie was das Zeug hält um mit ihren Anhängern in Kontakt zu bleiben.



Ihre Musik nennt sie im Übrigen selbst "Brechtian Punk Cabaret". Wikipedia versucht es mit Pop-Rock, Riot Punk und Cabaret-Musik der 20er Jahre. 

Ihre Texte sind mal laut mal leise, oft feministisch, ab und an sarkastisch, dann wütend und verzweifelt. Wer Amandas Lieder hört kommt wohl nicht umhin, sich mit den Lyrics zu beschäftigen, was für mich persönlich den größten Reiz an der Ausnahme-Musikerin ausmacht. Nicht umsonst schreibt sie in ihrer Freizeit noch Theaterstücke und beschäftigt sich mit Kabarett, wer da nicht zuhört verpasst womöglich 90% der Musik.

Zwischenzeitlich veröffentlicht sie 2010 das Album "Evelyn Evelyn" - ein Projekt, in dem Jason Webley und sie als siamnesische Zwilligsschwestern Evelyn und Evelyn auftreten. Die CD ist eine Art morbides Musical, das mit teilweise sorglosen Zirkusmelodien aufwartet, die sich dann immer mehr mit düsteren Geschichten um die Kindheit der beiden "Mädchen" vermischen und insgesamt ein wundervolles Gesamtkunstwerk ergeben. Für alle Fans von Tim Burton absolut zu empfehlen!




Nachdem sie den Fängen ihres ehemaligen Plattenlabels "entkommen" ist, ist sie aktuell durch ihr Kickstarter-Projekt für das Album "Theater Is Evil" in den Medien, das als Paradebeispiel für eine neue Musiklandschaft gesehen wird. Das komplette Album steht auf ihrer Seite zum Download, der Besucher kann dafür bezahlen was er möchte / was er kann / was ihm die Musik wert ist. Und das Schönste: Es funktioniert! 

Unter dem Motto "Pay What You Want" könnt ihr Euch hier das aktuelle Album und einige andere Songs und Projekte downloaden.

Sonntag, 22. Januar 2012

Killing Us Softly - Die Darstellung von Frauen in den Medien

Zum Thema des vorletzten Posts ist mir noch ein Video eingefallen, dass ich vor längerer Zeit einmal gesehen habe, und das mich sehr beeindruckt und beschäftigt hat. Es ist ein Vortrag von Jean Kilbourne, einer sehr charismatischen Autorin, die sich mit dem Rollenbild der Frau in den Medien beschäftigt. Das macht sie auch nicht erst seit gestern, sondern seit über 30 Jahren und 2010 ist Teil 4 ihrer Vortragsreihe "Killing Us Softly" erschienen. Sie beschäftigt sich dabei vor allem mit Faktoren, die das Bild der modernen Frau durch die Werbung prägen - meist im negativen Sinne.

Nahrung wird beispielsweise sexualisiert. Models, die in ihrem Leben wahrscheinlich noch nie in einen Burger gebissen haben, lecken sich lasziv Burgersoße vom nackten Bein. Cindy Crawford gibt in einem Interview offen zu, dass sie sich wünschte, sie würde tatsächlich wie Cindy Crawford auf den Modelfotos aussehen. Es werden Anti-Falten-Cremes für 15-jährige entwickelt und vermarktet. Frauen werden systematisch dazu gezwungen, ihren Körper zu hassen und niemals mit sich zufrieden zu sein.

Das sind nur wenige Beispiele, ich hoffe der ein oder andere findet etwas Zeit, um sich den kompletten Vortrag anzusehen.






Was mich momentan persönlich auch sehr erschreckt, ist die enorme Anzahl an immer gleichen Fashion- und Modeblogs, die wie Pilze aus dem Boden schießen. Und dort sind nicht nur erwachsene Mädchen, sondern oft auf 14-jährige, die alle anscheinend nur ein Ziel zu haben scheinen: Schön sein. Lange, glatte Haare (und Beine), einen Blümchenrock, MAC Make-Up, Longchamp-Täschchen. Natürlich mag ich Mode auch, kaufe mir schöne Schuhe oder Kleidung, aber das mache ich nicht zu meinem größten Lebensinhalt. Vielleicht sehe ich das aber auch zu kritisch. Ich möchte auch keine Fashionblogger angreifen, ich habe selbst einige auf meiner Liste und lese sie ab und an gern, aber im Grunde ist das doch eine Art von Folge solcher Werkzeuge der Medien.

Mich würden eure Meinung und Reaktionen zu diesen Videos und zur allgemeinen Thematik sehr interessieren!

Montag, 8. August 2011

Where the hell is Matt

Dieses Video habe ich gerade bei No Kitchen For Old Men (übrigens ein wunderbar unterhaltsamer Food/Trash-Blog!) entdeckt und wollte es euch nicht vorenthalten. Das Video ist von Matt Harding, der tanzt und reist - meist beides gleichzeitig und danach schneidet er das ganze zusammen. Raus kommt das hier:


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